Die Bilder.

Bei den folgenden Stilen handelt es sich keinesfalls um gegebene Richtungen. Es wird vielmehr der Versuch unternommen, die Bilder anhand gegebener Stile zu erklären, wobei den Bildern nie ein einziger Stil zugewiesen wird.
In diesem Ausnahmefall, meiner künstlerischen Entwicklung, muss ich die Allgemeinheit der dritten Person verlassen und zur ersten zurückkehren. Die Qltur ist allgemeingültig, die künstlerische Entwicklung persönlich.

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Warnung an alle Puristen

Es erwartet Sie hier keine technische Perfektion. Manche Bilder mögen "ernsthaften" Künstlern als Kindergekritzel erscheinen. Bitte sehr, gehen Sie. Wer allerdings nicht die perfekte Technik bis zum Hyperrealismus sucht, sondern dem Wesen der Qltur, der Kunst in uns allen, nachgehen will, wird über diverse technische Mängel hinwegsehen.

Kubismusgeometrie und Präsurrealismus

Galerie Kubismusgeometrie

Die Phase der Kubismusgeometrie zeichnete sich durch geometrische, doch auch freie Elemente aus. Im Gegensatz zum theoretisierenden Kubismus, der die Malfläche neu aufteilen und formen sollte, überwiegt schon hier der persönliche Ausdruck. In jener Zeit verarbeitete ich persönliche Probleme und verbannte sie mit Graphit, Buntstift oder Fineliner auf DIN-A4-Blätter.
Technik stand also wie gesagt nicht im Vordergrund dieses Schaffens.


Schachfeld um Mitternacht, Januar 95
28 x 21 cm; Fineliner, Graphit

Galerie Präsurrealismus
1995 | 1996 | 1997/2000

Als Präsurrealismus kann man den Übergang von der geometrischen Darstellung zur etwas gegenständlicheren ansehen, wobei allerdings viele Elemente zugegebenermaßen nur Plagiate sind, die ich meinem Vorbild Salvador Dalí stahl. Auf der Suche nach meinem eigenen Stil bediente ich mich all dessen, was ich für den Ausdruck meiner Gefühlslage benötigte.
Dennoch sind bereits Anzeichen eines eigenen Stils erkennbar, so bevorzugte ich zu jener Zeit die Weite der unbemalten Fläche, in der wenige aussagekräftige Elemente schweben. Auch entwickelte ich meine eigene Symbolik, die teils auf Traumanalyse basierte.
In der Spätphase, die fast schon surreal zu nennen ist, verlagern sich die Elemente in eine Wüste unter blauem Himmel. Die duale Bildaufteilung in Himmel und Boden, von einem linearen Horizont getrennt, habe ich bis heute in vielen Bildern beibehalten.


Surrealistisches Monument am Wüstenpalast, November 95
29,5 x 21 cm; Fineliner, Graphit, Buntstift


Zum Surrealismus und darüber hinaus

Galerie Surrealismus
1996 | 1997/2000

Spätestens mit der orangen Stadt ist der Übergang zu einer surrealen Darstellung erfolgt. Im Kontrast zur Weite der vorherigen Bilder ist der Betrachter in den Straßen gefangen und den bald unheimlichen, bald hilflosen Bewohnern ausgeliefert.


Unbekannter Spaziergang, Januar 96
29,5 x 21 cm; Graphit, Buntstift

Nach dem Ausbruch aus der Stadt malte ich vorwiegend Landschaften mnit surrealen Elementen. Wieder von Dalí ausgehend, fand ich als Menschdarstellung die Schattenmenschen. Diese Wesen sind nicht personifiziert und somit ein geeeignetes Mittel, eine Welt darzustellen, die ich nicht verstehe.


Lügen haben lange Beine, März 96
29,5 x 21 cm; Graphit, Buntstift

Panorama, Juni 96
40 x 30 cm; Öl und Collage


Alternative Techniken und Kämmersonaten

Galerie AT & K
1995/96 | 1997/2000

Obwohl ich mich nie sehr um Technik kümmerte, entstanden auch wenige Tintenzeichnungen und experimentelle Bilder, vorwiegend während meiner Ausbildung in der Fachoberschule Gestaltung.
Zur Abschlussaustellung in der Oskar-Kämmer-Galerie fertigte ich den Zyklus "Ich-Suche/Ich suche" an, der nicht nur mein erstes Ölbild beinhaltet, sondern auch die thematische Grundlage dieser Seiten ist.
Die Ich-Suche umfasst das Streben des Menschen, sein Inner-Ich zu erkennen, also den Teil seiner selbst, den nur er erkennen kann. Diese Suche wird immer erfolglos bleiben, da wir von unserer Umwelt geprägt und verändert werden, sodass wir nur das Außer-Ich erkennen können, also das, was andere aus uns machen und in uns sehen.


Watt II, 1996
31,5 x 23 cm; Siebdruck

Das Opfer, August 97
29,5 x 21 cm; Tinte

Gefängnis, April 2000
42 x 29,5 cm; Linoldruck und Watte

Inner-Ich, April 2000
70 x 50 cm; Öl und Gouache

Einen einzigartigen Sonderfall stellt die realistische Zeichnung eines Brunnens in Brügge (Belgien) dar. Es ist meine einzige rein realistische Abbildung und somit eines der wenigen rein technischen Werke.


Brügge, Belgien, Juli 95
39,5 x 30 cm; Graphit


Heimkehr in die Fremde

Mit dem Bild "Heimkehr in die Fremde" begann 2007 meine erneute Beschäftigung mit der Malerei. Im Gegensatz zur Problembewältigung stehen nun der Ausdruck und bis zu einem gewissen Grad die Konzeption im Vordergrund.
"Heimkehr in die Fremde" versetzt den Betrachter in eine idyllische Landschaft. Er sieht vor sich einen Weg zu einem Haus, zu dem ein Wanderer zurückkehrt. Dieser schleppt einen Stein mit sich, also die Erfahrungen, die er gesammelt hat und "zerschlagen", also verarbeiten muss. Der Titel lässt diesen Wanderer jedoch nicht aus der, sondern in die Fremde zurückkehren. Das bedeutet, der Wanderer kehrt zurück in das unbekannte Gebiet der Qltur.


Heimkehr in die Fremde, 07
50 x 40 cm; Acryl und Collage

Die "Landschaft in Dur und moll" ist ein zweiteiliges Crossover-Werk. Es stellt mit visuellen Mitteln die beiden Tongeschlechter der westlichen Musiktheorie dar. Im Allgemeinen wird Dur als hart und moll als weich, bisweilen melancholisch beschrieben.
Das Dur-Bild ist entsprechend in warmen Farben und aggressiven Formen gehalten. Der Wanderer ist zielstrebig auf seinem Weg.
Im von kalten Farben dominierten moll-Bild stützt er sich, von weichen Formen umgeben, auf seinen Stab. Er ruht sich auf seiner beschwerlichen Reise aus.
Man ist leicht versucht, in Dur den Tag und in moll die Nacht zu sehen. Die Unterschiede der beiden Darstellungen legen eine solche Vermutung nahe, dennoch sollte der Betrachter nicht vergessen, dass es sich nur um musikalische Stimmungen handelt, nicht um Landschaften im herkömmlichen Sinne.


Landschaft in Dur, 07
20 x 20 cm; Acryl und Ölkreide

Landschaft in moll, 07
20 x 20 cm; Acryl und Ölkreide

"Grenzen los!" ist ein widersprüchliches Bild. Dargestellt ist ein Raum ohne Wände, jedoch bewegen sich Decke und Boden in den Grenzen der perspektivischen Darstellung. Die Bäume sind in Glaskästen gefasst, manche Personen des Bildes angekettet. Auch der sonnige Himmel ist nur ein Bild in einem Rahmen. Um die Forderung des Titels gänzlich zu hinterfragen, ist das gesamte Bild mit Stacheldraht umwickelt.


Grenzen los!, 07
50 x 40 cm; Öl, Acryl, Pastellkreide und Stacheldraht