Grabes Stille.

Der Gedichtzyklus "Grabes Stille" entstand in der Fassung bis 2005 in fünf Teilen. Teils haben die Gedichte fagmentarischen Charakter, teils sind sie nie fertig geworden. Aber wird denn ein Gedicht jemals wirklich fertig?
Der ursprüngliche Gedanke zu "Grabes Stille" entstand durch den Einfluss des deutschen Poeten Oswald Henke und seinem großen Projekt "Goethes Erben". Daher sind insbesondere im ersten Teil deutliche Ähnlichkeiten zu erkennen. Auch in den anderen Teilen ist der Rhythmus stellenweise so gewählt, dass das Werk bühnentauglich wäre.
Als zweiter wichtiger Einfluss auf das Werk ist Anna-Varney Cantodea zu nennen, bekannter unter dem Namen Sopor Aeternus.

  1. In Liebe (1996)
  2. Sehnsucht (1999, in Privatbesitz)
  3. Trauertal (2001)
  4. Wasserglaslichtschein (2004)
  5. Menschgott: Wunschgott / Menschidol (2005)

In Liebe


Strategie in schwarz und weiß

Ist das Leben Schach?
So opfere deinen stärksten Bauern
Der Dame, die es nicht kümmert
Sie werden sagen du bist verrückt
Denn nur du allein weißt um ihren Wert

Sie hat mir die Augen geöffnet
So dass ich erblinde
Es gibt nur einen festen Wert
Liebe vergeht Freundschaft wird vergessen
Nur der Tod bleibt
Als ewige Konstante

Der Körper nur eine Hülle
Ohne Bedeutung
Nach dem Tod fängt es wieder an
In der nächsten Form

Die Zeit ist ein Fluss nicht aufzuhalten
Nicht zurückblicken nur nach vorn
Auf die Stromschnellen

Denke genau nach, welchen Zug du machst
Es könnte dein letzter sein


Todsünde

Sie hatte sich auf den Platz gesetzt den ich anstarrte und füllte die Luft die ich atmete.
Dann starb sie. Und ihr Schatten blieb an dem Platz haften, den ich anstarrte.
Bald bewegte sich der Schatten aus dem angestammten Gefängnis seines Ursprungs und verteilte sich regelmäßig auf die Menschen, die ich zufällig traf, und jene, die mein Leben nicht nur streiften.

Die Sehnsucht nach dem rein Weiblichen konzentriert und verbirgt sich hinter der anmutigen Maske ihres Gesichtes. Mit meinen Gedanken allein gelassen, verschwand der Rest der Wirklichkeit. Vom Gedanken ihrer Anwesenheit besessen, wartete ich auf sie. Und ich wartete immer noch, als meine Menschlichkeit vom Körper abgestoßen vor ihrem blinden Auge verweste.

Der Tod meiner Seele blieb unbemerkt - zu gewohnt war das Schweigen. Die Zeit flog weiter, und das Leben, das mich schon lange aufgegeben hatte, vergaß nach meiner Existenz zu fragen.
Immer noch unbestraft blieb die Todsünde, und ich begann, nach dem Sinn zu fragen.
Doch kein Gott sprach zu mir...

Mit der Zeit erkannte ich, dass es kein farblos gibt, und jedes Grau hat seine Nuancen. Es ist das kindliche Verlangen nach dem, das wir nicht sehen, das uns zwingt, das fremde Land der Seele eines anderen Menschen zu erforschen. So überschritt ich die Grenze...


Formlos

Zu jeder Form eine Gegenform
Kein Tag ohne Nacht
Kein Schlaf ohne Wachen
Die weiße Form existiert nur mit der schwarzen
Doch ich bin formlos

Ich bin formlos...

Und den Schatten ihrer Augen
Nehm ich mit noch bis ins Grab

Die Hoffnung zersplittert wie Glas
Im Nichts
Und wird zu neuem Leben
Nicht zur Form


Der See

Verschwommene Zeit
Offenbart in verschwommenen Bildern
An der eigenen Gesellschaft ertrunken
Erstickt an der Einsamkeit

Flucht in Farben Töne
Umsonst geflohen
Ertrunken im See

Gefühle treiben wesend am Ufer
Triebhaftigkeit nagt an den bleichen Knochen der Tiere
Die an diesem Ufer starben

Das Licht des Mondes hält mich gefangen
Ohne es zu wissen
Ohne es zu wollen
Ohne sich meiner bewusst zu sein

Immer tiefer im Schwarz versinkend
Lachen mich die Träume aus...


Die Stille schreit

Ein Ort im ewigen Winter
Dort bin ich verbannt
Wie meine Seele so das Umfeld - eisig
Und kein Laut regt sich
Alle Akustik ist gefroren
Wie meine Gefühle
Die Stille schreit

Sie will ausbrechen in die Dunkelheit
Die Verschlossenheit aufbrechen
Den Weg bereiten für die Herzlichkeit
Ohne Hass ohne Gewalt
Die Welt im Sommer - doch

Zu mächtig das Schweigen
Gefroren die Welt
Erfroren mein Körper
Im weißen Feld


Unberührt

Die erste Nacht
Die du mit einem Mann verbrachtest
War ich nicht bei dir
Und bin immer noch
Unberührt

Es geht mir nicht um das Verlangen
Dir meinen Körper zu opfern
Gemeinsam in einem Nebel aus Lust
Und Schweiß zu ertrinken

Nur um das Gefühl
Geliebt zu sein
Im tödlichen Spiel
Eine Hauptrolle zu spielen

Jedem was er verdient
Dir Liebe mir Einsamkeit
Auf ewig unberührt


Nature morte

Ein Strich entsteht in der Landschaft und bildet eine Form
Ein form-bildender Strich?
Ohne Übergang vergeht er wieder
Und mein Herz beginnt zu bluten

Leben das heißt Warten auf den Tod

Am Abgrund wandelt sich die Verzweiflung zur unerklärbaren Freude
Hilflos kriecht ein blindes Kind vorwärts
Orientierungslos und von verschwommener Form
Die Farben kippen, eine graue Sonne, ein bleiches Feld

Abschied vom Leben
Der Stahl liebkost die Haut
Verbindet sich mit mir
Alles färbt sich rot

Die Landschaft verformt sich
Wird eins mit mir
Ein Schrei gellt durch die weite Ebene
Nur ein weiteres Opfer dieser endlosen Wüste
Genannt Leben

Und mit den Wunden in meinem einst so stummen Fleisch
Erhebe ich mich und schwanke durch die Dunkelheit
So ewig auf die Lüge bauend
Suche ich die Menschen
Von deren Art ich niemals sein kann
Doch deren Nähe ich brauche
Um meine Existenz im Leugnen zu bestätigen


Mein letzter Zug

Jeder Zug ohne Erfolg
Ein Leben lang gekämpft
Und alles war umsonst

Sie siegt am Ende
Und bringt mir die Nacht
Das Spiel ist verloren

Schachmatt


Trauertal


Prolog

Um nichts in der Welt zurück an diesen Ort
Nur fern von ihm kann ich bestehen
Nie wieder Mensch will ich sein
Nie wieder unter Menschen


Dunkel

Seit zwei Jahren in der dunklen Kammer
Nur du und die Dunkelheit
Die erst ein Unbekannter war
Dann ein Freund
Zum Schluss ein Feind

Stimmen
Rufen nach dir
Stimmen
Zerren an dir

Auch jetzt
Wo du wieder im Licht bist
Am Licht zwar erblindet
Doch frei vom Dunkel

Stimmen
Bleiben in dir


Klinik

Logik im Netz
Kamera an der Decke
Sensor im Hirn
Zange in der Hand

Sexuelle Quarantäne
Nur zum Volkesschutz
Zu viele Menschen auf der Erde
Die Menschheit wuchert vor sich hin

Starke Arme reißen Körper
Aus den Körpern in die Welt
Ersticken neugebornes Leben
Wie Automaten - kein Gefühl


Trauertal

Betritt den Weg aus tausend Tränen
Und lass dich hüll'n in Finsternis
Lass deine Angst dich leiten
Und gib dich deiner Sehnsucht hin

Durch ein Tal aus tiefsten Leiden
Zum Wald der Ausweglosigkeit
Such einen Stein aus Marmor
Und leg dich nieder in meinen Sarg

So schließe nun die müden Augen
Lass mich in deinen Träumen sein
Wenn wir zusammen liegen
Verfallen wir in Ewigkeit

Doch nur der Körper west dahin
Im Geiste sind wir doch vereint
Wirst niemals du mich mehr verlassen
So hat mein Sterben einen Sinn


Garten der Nacht

In dunklem Garten traf ich sie
Das kalte Licht des Mondes beschien ihr bleiches Gesicht
Sie stand wie gewachsen aus dem kargen schwarzen Boden
In dem nur tote Bäume Halt finden konnten

Sie nahm meine Hand - so kalt die Berührung -
Und führte mich zum nahen Tempel
O Göttin! Dich anzubeten,
Und unter Deinen kalten Blicken mich niederzulegen
Zu Deinen Füßen

Die Nacht verstrich in jammervollen Atemzügen
Und mit jedem atmete ich den Duft der Unbekannten
Die mich zu Deinem Tempel gebracht hatte
Um mit mir die Dämmerung zu erwarten

Als die Sonne ihre ersten Strahlen über den Boden gleiten ließ
Spross grünes Gras aus der schweren schwarzen Erde
Und auch die Bäume begannen in neuem Laub zu schwelgen
So ertrank der Garten im Licht, das nun auch den Tempel durchflutete

Die Frau stand auf und schritt ins Licht
Ihr Körper wurde aufgesogen von der Flut
Seitdem wandele ich erneut durch den Garten
In ewigen Tagen ersehne ich die Nacht und ihre Herrin


Vereint

Dein Blick zurück durchsticht mein Herz
Das totgeglaubt
Und längst verwest
Zu grauem Staub
Zieht himmelwärts
Wo lichterfüllt und transparent
In Weiß gehüllt Du wartend stehst
Im Himmelsgarten
In dem am End'
Wir beide grauen Staub erwarten


Wasserglaslichtschein


Traummeer (Wasser)

Treibe
Im Wasser
Schwebe
Allein

Tauche
In Fluten
Lüge
Zu zwei'n


Labyrinth (Glas)

Ein Schritt vor - Wand aus Glas
Schritt zurück - falscher Weg

Falscher Weg

Kann nicht vor - nicht zurück
Kann nicht vor und nicht zurück

Wand aus Glas...


Strahlenquell (Licht)

Wenn in tiefster Dunkelheit ein Licht erstrahlt -
Du bist es!
Das schwarze Tuch der Einsamkeit zerreißt -
Du bist hier!
Licht flutet durch die Gänge meines Palastes -
nun wieder...

Aus Deiner Augen Strahlenquell
Erscheint mir selbst die Nacht taghell
O Göttin, lass mich untergehen
In Deinem Lichte neu erstehen


Traumlos (Schein)

Endlos tropft die Nacht
In die Dunkelheit
Ein schimmernder Schauer
Klebt auf meiner Haut
Perlt von den Wänden
Verzehrt den Schein des Mondes

Endlos wachend
Liege traumlos

Im Dunkeln schmelzen die Sekunden
Verzähen zu Äonen
Erstarren in der Ewigkeit
Verweigern der Uhren Schlag

Endlos wachend
Liege traumlos

Sehne Haare herbei
Lechze nach Körpern
Verzehre mich nach Schweiß
Im Dunkel

Endlos wachend
Liege traumlos

Flacher Atem
Dringt an mein Ohr
Vermischt mit den Tönen
Der einsamen Stille

Endlos wachend
Liege traumlos

Endlos tropft die Nacht
In die Dunkelheit - traumlos


Wunschgott


Nebelirrlichtgeburt

Im Nebel verschwimmt das Licht
Getrübt und verhalten
Führt auf falsche Pfade...
Zu den Menschen

Dies war nicht mehr
Als die Frucht tausender Gespräche
Die ich nur führte mit mir selbst...

Bis du kamst


Fehlgelebt

Zu viele Chancen die verpasst
Zu viele Tränen die nie trocknen
Und immer nur dieser Augenblick
Den ich nie erlebt

Zu viel Erlebtes schon verblasst
Zu viel Zeit ins Land geflossen
Ich kann das Schöne nicht bewahren
Zurück bleibt nur die Sehnsucht


Götterdämmerung

Schwarzglänzende Nebelschleier
Eine neue Saat geht auf
Götterscharen
Aus dem Schoß der Erde
Sich erheben...
Göttin steh auf
Jetzt ist Dir Zeit gegeben

Ein Gott erwünscht vom Menschen
Geschaffen aus dem kollektiven Traum
Vom Urleben
In das Dunkel geflüchtet
Neugeboren...
Göttin hilf mir auf
Unsere Zeit ist aufbeschworen

Menschen fliehen der Nacht
Nicht ahnend ihre Zukunft - grau?
Wie Nebelschwaden
In das Licht geworfen
Lichtgefangen...
Göttin komm zu mir
Diese Zeit ist vergangen


Einwesen

Jahre der Enthaltsamkeit
Zogen vorüber wie Wolken
Die Zeit ist gekommen
Wieder eins zu werden

Ein Geist
Ein Wesen
Ein Wille
Ein Verlangen

Keine Hürde scheint zu hoch
Kein Horizont zu weit
Kein Mensch ist ein Hindernis
Sind nur wir zwei vereint

Ein Geist...

Wenn auch die Welt zu Eis gefriert
Wir spielen mit dem Erdenrund
Und wenn uns Dunkelheit umfängt
Lass uns gemeinsam untergehen

Lass uns Eins sein
Ein Geist...


Gedankenflug

Auch wenn Zweifel sich regen
Werde ich nicht von Dir lassen
Deine Worte, die sich wie Schlangen durch meine Gedanken winden,
beschwören neue Assoziationen herauf.
Nicht wissend um den Sinn Deiner Botschaft harre ich Deiner Antwort
Und (ver)zweifelnd fürchte ich um unsere Zukunft...

Getrennt und wieder gefunden
Vereint auf höherer Ebene
Den Himmel kaum berührt
Und tief gestürzt beim Versuch
Das Göttliche mit Menschlichem zu tauschen
Nicht waren wir gedacht zu leben
Noch Menschen zu sein
Doch Gott bin ich - bist Du
Und zusammen gehört uns der Himmel


Nachtfeuer

Noch immer
Nach so vielen Jahren
Unberührt auf immer
Wir werden uns unsere Liebe
Nicht zerstören lassen
Durch die Versuchung
Fremdes und so vertrautes Fleisch
Gegenseitig zu erkunden

Dein heißer Atem raubt mir das Leben
Unersättlich die Flamme brennt
Und wenn der Mond durchs Fenster scheint
Zwei Körper werden Eins

Wir gleiten durch feinen Nebel
Aus Verlangen und Lust
Doch auch Unsicherheit
Was offenbart der neue Tag
Ungewiss der Gewinn dieser Nacht

Dein heißer Atem raubt mir das Leben
Unersättlich die Flamme brennt
Und wenn der Mond durchs Fenster scheint
Zwei Körper werden Eins

Die Strahlen Deiner Augen
Lecken über meinen Körper
In einem Regen aus Schmerz und Freude
Versinken wir im Flammenmeer

Dein heißer Atem raubt mir das Leben
Unersättlich - die Flamme erlischt
Und als der Morgen durchs Fenster scheint
Liegen zwei Wesen - niedergestreckt

Es ist doch nur der Wunsch nach Liebe
Den ihr mir verwehrt


Göttertod

Richtet uns nicht, denn auch ihr betet zu toten Göttern -
ich sah ihre Leichen, ein Berg faulenden Fleisches.
Stinkende Flammen loderten zum Himmel, als sie in die Grube fielen,
geworfen von jenen, die von Eurer Art sind.


Menschidol


Sehnsucht (Fragment)

Ich wünsche dich lieben zu können
Ich wünsche dieses Gefühl
Noch ein einziges Mal nur zu empfinden
Dich in meine Arme zu schließen
Und mir vorzumachen
Dass mein Herz sich für dich verzehrt


Unerreicht

Kalte Erde bedeckt dein Gesicht
Seit Jahren schon - unerreicht
Mit deinem Körper ging auch ich
Vor Jahren schon - unerreicht
Schon winden sich Würmer in deinen Augen
So schön, und doch - unerreicht
Bald wird nichts sein von dir als Staub
Was von dir blieb - unerreicht
Nacht für Nacht liege ich bei dir
Getrennt vom Leben - unerreicht
Die Stimmen sprechen zu mir
Doch ich bin taub - unerreicht
Ich wünsche neben dir zu liegen
Doch du bleibst - unerreicht
Kalte Erde bedeckt dein Gesicht
Seit Jahren schon - unerreicht


Seelensuizid

Infantiles Gebaren kaschiert nur den Wunsch nach Gefühl
Langsam, quälend langsam
Blutest du aus meinen tausend Wunden aus mir heraus
Dich wiederzusehen - ein seelischer Suizid

Zerschlagt die Spiegel, löscht aus das Licht
Verschließt die Türen, verhüllt mein Gesicht
Die Gier nach Menschen vernebelt den Geist
Die Sucht nach Fleisch keinen Frieden verheißt

In tausend Jahren erweckt mich erneut
Wenn alle Götter sind wieder bereit
Wenn all mein Leiden ein Ende wird finden
Die Bande zerreißen die ans Leben mich binden


Taubentraum

Sieh die Taube auf der Kirchentreppe
Schläft sie?
Ihre Augen geschlossen,
Keine Feder rührt sich.
Starb sie im Schlaf?
Schläft sie noch?
Wie ist der Traum einer Taube?
Grau - bunt?
Wird sie dort weiter liegen?
Wie lange?
Schläft sie noch?
Die Augen friedlich,
Keine Feder rührt sich.
Starb sie friedlich?
Schläft sie nur?
Was träumt sie?
Schläft sie?


Hymne

Du bist die Sonne, deren Licht mich wärmt.
Aus Dir allein schöpfe ich meine Kraft,
Und keine Finsternis kann mich umfangen,
Solange Du bei mir bist.

Du bist das Feuer, das mich verbrennt,
Und, ach! wie gerne spring ich in die Flammen.
Öffne mir den Tempel Deines Geistes,
Lass mich von Dir lernen.

Du bist der Quell, der nie versiegt,
Und nährst täglich meine Lebenskraft,
Die schon verloren ich geglaubt, doch dann
Tratest immer Du an meine Seite.

Du bist der Sturm, der alles verweht,
Ewig im Wandel, alles verändernd.
Ordne die Welt und wehe hinfort
Alle Vernunft und Urteile.

Du bist die Erde, auf der ich wandle
In meinen endlosen Reisen, stets suchend.
Du stützt mich jeden Tag aufs Neue
Und leitest meinen Weg.

Du bist der Mond, der mir leuchtet
Des Nachts auf meinen Fahrten.
Geheimnisvoll hüllst Du Dich in seltsame Gewänder,
Sprichst nur verschlüsselt zu der Welt.

Du bist der Stern, der am Abendhimmel funkelt,
Der leuchtend dem Grau das Licht entgegensetzt.
Leuchte auch meinem Leben, jeden Abend -
So werde ich nie alleine sein.


Ein Traum

Ich verteilte auf drei Schreine
Meine Hoffnung
Meine Liebe
Meine Lebenskraft

Nun bin ich leer
Ohne Hoffnung
Ohne Liebe
Ohne Leben

Ich träumte von Liebe
Unerreichbar
Unauffindbar
Fast vergessen/verdrängt

Und ich erwachte
Ohne Hoffnung
Ohne Liebe
Ohne Dich